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Davy Jones

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Friday, May 19th 2017, 11:19pm

Sperma speichern

Hallo zusammen!

Von einigen Reptilien ist ja bekannt, dass die Weibchen das Sperma nach einer Paarung für eine gewisse Zeit bis zur nächsten Ovulation speichern können.

Hat jemand dazu in Sachen Warane Erfahrungen gemacht, oder vielleicht Erfahrungsberichte parat? Ich konnte in meiner Literatur leider nichts finden ...

Danke!


David

blackeye

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2

Saturday, May 20th 2017, 4:06pm

Für Warane gibt es meines Wissens bisher keine publizierten (oder unpublizierten) Nachweise von Amphigonia retarda, für viele Arten gibt es allerdings mittlerweile Nachweise von Parthonogenese, also ungeschlechtlicher Fortpflanzung (z.B. komodoensis, panoptes, glauerti). Es ist also durchaus möglich, dass ein einzelnes Weibchen fertile Eier legt - aus denen dann allerdings nur männliche Nachkommen schlüpfen.

Gruß
Dennis

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Smaragd (20.05.2017)

Davy Jones

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Saturday, May 20th 2017, 6:54pm

Danke Dennis, Jungfernzeugung bei Waranen ist mir bekannt. Ich finde den Artikel von Herrn Wiechmann auf seiner Seite zu dem Thema sehr interessant! Bei ihm ist meines Wissens ein Jungtier durch Parthonogenese von einem seiner beiden panoptes Weibchen geschlüpft ... sehr interessant, allerdings ist die Erfolgsquote dabei ja doch sehr gering ...
Was mir aber erst jetzt auffällt: Die Parthonogenese bei Waranen erschwert es natürlich ungemein herauszufinden ob Waranweibchen überhaupt in der Lage sind Spermien zu speichern ...Selbst wenn ein Weibchen nach einer Paarung in der Lange wäre das Sperma für längere Zeit zu speichern, wer sagt mir denn dass die Jungtiere nicht durch Parthonogenese entstanden sind ...


Gruß
David

blackeye

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4

Saturday, May 20th 2017, 7:48pm

Ja, sofern es sich bei den Jungtieren um Männchen handelt (da im Falle von weiblichen Nachzuchten die Parthogenese ausgeschlossen werden kann) kann tatsächlich nur durch einen DNA-Test sicher ermittelt werden, ob eine Parthogenese vorliegt - mal abgesehen von dem Fall dass man sicher eine Paarung ausschließen kann, etwa bei dauerhaft einzeln aufgezogenen Weibchen.

Davy Jones

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Saturday, May 20th 2017, 8:45pm

Ja da hast du recht. Um auf den Artikel von Herrn Wiechmann zurückzukommen ... Hast du dir mal die Zeichnung des Jungtiers, das durch Parthonogenese geschlüpft ist angeschaut? Sie sieht meiner Meinung nach wirklich außergewöhnlich aus, zumal es sich bei der Mutter wenn ich richtig verstanden habe nicht um die Panoptes X horni Kreuzung sondern um ein reinerbiges horni-Weibchen handelt. Meinst du das das ist Ursache der Parthonogenese oder einfach eine Laune der Natur?


Gruß
David

blackeye

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Saturday, May 20th 2017, 9:17pm

Hallo Davy,

dazu kann ich leider nur wenig sagen, da ich mit V. p. horni wenig Erfahrung habe. Lokal zeigen australische panoptes eine recht einheitliche Färbung, anders als etwa V. gouldii, von denen man praktisch an der gleichen Stelle zwei sehr unterschiedliche Tiere finden kann. Dennoch unterschieden sich V. panoptes innerhalb des riesigen Verbreitungsgebietes doch sehr voneinander was die Färbung anghet. Über V. p. horni und seine Ökologie oder Variabilität in Neuguinea ist praktisch kaum etwas bekannt - zumindest meines Wissens nach.

Ein Problem in der Haltung und Bestimmung von V. panoptes ist - oder zumindest war -, dass Tiere nicht korrekt identifiziert wurden, was nicht nur Lokalformen betraf, sondern auch Arten. Die etwas wirre Nomenklatur um V. panoptes und V. gouldii hat sicher dazu beigetragen, aber nach meiner Meinung wurden teilweise Tiere auch schlicht fehlbestimmt (vgl. z.B. Grundke & Grundke oder Bennett). Inwiefern also in Terrarien "reinrassige" und "mischerbige" Tiere unterwegs sind, wage ich nicht zu beurteilen.

Für das australische Freiland scheint nach meinen Erfahrungen zu gelten, dass Jungtiere beider Arten und aller Unterarten zunächst einmal eine sehr kontrastreiche und "frische" Farbe und Musterung aufweisen. Bei V. panoptes scheint das bei Jungtieren vorhandenen Muster generell bestehen zu bleiben, es wird durch das Wachstum lediglich "gestreckt" (wobei aber z.B. die Position der "Augenflecken" gestreckt wird, deren Größe aber nicht oder nicht in gleichem Maße, weswegen Alttiere nur sehr kleine Flecken haben und nicht etwa große) und verblasst im Alter zunehmend. Bei Varanus gouldii dagegen ändert sich Färbung und Musterung im Alufe der Entwicklung komplett (zumindest bei einige Lokalformen).

Gruß
Dennis

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Davy Jones (20.05.2017)

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